Peterborough – Ardeley

Peterborough – Ardeley

Dienstag, 28. Juli: Tourtag 12

Im letzten Beitrag war ich eventuell mit den Datumsangaben etwas durcheinander, das sollte jetzt hoffentlich stimmen.

Aufstehen um 6 Uhr (Also ausschlafen!), Abfahrt um 6:38 Uhr – ohne das Zelt abbauen und so richtig packen zu müssen, konnten wir also schonmal gut 20 Minuten einsparen. Keine Matratze flicken zu müssen erhöht außerdem die Schlafqualität ganz enorm!

Die Stadt verlassen zu müssen fuhr sich erwartungsgemäß eher etwas stockend, nach 15km und 1,5 Stunden Fahrt (inklusive Einkauf) hatten wir einen windgeschützten Frühstücksplatz.

Wir verließen Lincolnshire (Friesland) und fuhren ins südlich gelegene Cambridgeshire (eventuell wären wir in Peterborough dort auch schon, wer weiß das schon).

Die Fahrt war dann… eher unspektakulär. Am interessantesten war die Querung eines Autobahnkreuzes

und die… nachfolgende Fahrt in etwa dort, wo der Standstreifen sein sollte.

Wir stellten außerdem nach einigen Stadtdurchfahrten fest: Wo in anderen Ländern die Kirchen und Kathedralen möglichst prunkvoll errichtet werden, ist der Brite da pragmatischer. Da werden ein paar Feldsteine zusammengetragen, das muss dann aber auch reichen.

Für alle landwirtschaftlich veranlagten Leserinnen und Leser: Auch das mit der Strohlagerung läuft hier ein bisschen anders. Man bringt einfach die Strohballen in Form und Dimension der geplanten Scheune,

und irgendwann im Herbst baut man dann vermutlich die Scheune drum herum. Leider fehlt hier ein Arne-Maßstab, das Tor sollte die Dimensionsfindung erleichtern.

So war es ein relativ leichter Tag (außer den letzten 15km, die sind immer schwer, egal wie lang die Tour ist). Was die Engländer hier unter einer Portion Eis verstehen, ist allerdings ein wenig enttäuschend.

Das Eis war tatsächlich nötig. Heute hatten wir bereits 29 Grad am Nachmittag. Vermutlich kein Vergleich mit Deutschland, aber für England (und zum Radfahren) schon ziemlich warm. Am Ende standen so, zum ersten Mal seit langer Zeit, unter 100km auf dem Tacho.

Dafür sind wir auch endlich mal wieder deutlich vor 18 Uhr am Ziel angekommen. Der Campingplatz der Wahl (die einzige Wahl in vernünftiger Entfernung) bot mehr als genug Platz, und wir entschlossen uns den Verfall mal wieder zu dokumentieren.

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