Ardeley – London

Ardeley – London

Mittwoch, 29. Juli: Tourtag 13

Nach einer Nacht mit Matratze flicken und einer Nacht ohne Matratze flicken folgte nun noch einmal eine Nacht mit Matratze flicken. Dieses Mal habe ich das zum Glück noch abends gemacht, und sie hat die Nacht dann auch überstanden.

Ich habe die Nacht insgesamt weniger gut überstanden. Unser idyllischer Farm-Campingplatz lag genau in der Einflugschneise des Flughafens London-Luton, was zu ein paar Schreckmomenten in der Nacht führte. Außerdem war die Nacht geplant kurz: um 4:45 klingelte der Wecker. Erholungsurlaub oder so.

Das war nötig, da die aktuelle Hitzewelle auch vor England nicht Halt macht – 33 Grad waren vorausgesagt.

Der Tag startete dafür auch sehr idyllisch. Nach dem Frühstück kamen wir wieder an einen der englischen Kanäle, bevölkert von den typischen Narrowboats.

Die Schiffer müssen dabei Schleusen und eventuelle Zugbrücken noch selbst bedienen (teilweise wirklich die Schleusen manuell schließen oder Brücken kurbeln). Einem Kollegen haben wir auch beim Schleusen zugeschaut.

Andere Exemplare wiederum sind etwas weniger verkehrstauglich.

Außerdem gab es am Vormittag wieder einmal etwas aus der Kategorie „Arne kämpft mit Fahrradbremse“

So fuhren wir überraschend lange an Kanälen entlang und durch Parks.

Zwischendurch merkte ich dann so langsam, dass meine Achillessehne zu schmerzen begann… Wer es noch nicht bemerkt hat: Ich fahre diese Tour mit Stützbandage, da ich bereits im Vorfeld mit einer Entzündung zu kämpfen hatte. Ich kämpfte hier intern mit mir etwas beim Fahren… London als Ziel erklären oder versuchen, weiterhin auf 50km pro Tag begrenzen und hoffen dass die Sehne es mitmacht?

Die Lösung war dann einfach: Ein Stein hatte sich in meine Bandage geschlichen und steckte in der Ferse. Also alles weiter nach Plan (bzw. einen Tag dahinter).

Die ersten Zeichen der Großstadt zeigten sich beim Erreichen des Olympiaparks.

Schließlich und endlich führte der Weg uns an die Themse.

Wer genau hinsieht, weiß welches Accessoire ich auf dem letzten Campingplatz irgendwie verloren habe und ersetzen musste.

Hier starteten wir entsprechend unsere kleine Sightseeing-Tour.

Die Fahrt nach London war dabei wirklich eine überaus erholsame Abwechslung zu den letzten Tagen. Die letzten paar Tage waren landschaftlich nett (abgesehen vom Autobahn-Ausblick), aber wenig abwechslungsreich. Die vielen Parks und Kanäle waren eine willkommene Abwechslung. Der Verkehr in London selbst war nicht sonderlich schlimm, außer an den Stellen, an denen man sich durch die Touristenmassen (zu denen wir ebenfalls gehören) kämpfen musste.

Knapp 75km Strecke waren es auch heute wieder, etwas mehr als erwartet. Die Einfahrt in die Stadt durch die Parks und das Sightseeing entlang der Themse hatten noch ein paar km Strecke hinzugefügt.

Für London hatten wir ursprünglich einen Pausentag eingeplant, aber

  1. Das gibt der Zeitplan nur sehr eingeschränkt her
  2. Auf einen Tag in der Stadt haben wir auch gar keine besonders große Lust

Der Fairness halber: Die Beine sind schon langsam etwas müde… Aber es wird noch ein bisschen weitergehen!

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