Prolog: Niederlande, England, Schottland
Ein Jahr ist es her, dass ich etwas Niederschreibenswertes für diesen Blog durchgemacht hätte – Zeit für einen verkorksten Plan!
Der Plan (Teil 1): Mit dem Nachtzug von München nach Amsterdam, von Amsterdam weiter mit der Fähre.
Die Umsetzung: Der Nachtzug fiel leider aus, die Alternative: Um 00:45 mit dem ICE ab Stuttgart

nach Frankfurt Flughafen, dort drei Stunden in einem leerstehenden Gebäudeabschnitt lagern,

und irgendwann morgens in Amsterdam ankommen!

Ab Schlaf war entsprechend kaum zu denken während der Nachtreise. Unter anderem deshalb, weil die schlimmstmögliche Art von Reisegruppe im selben Wagen saß. Alte Frauen beim Ausflug. Jetzt weiß das gesamte Abteil, wer gerne welches Wurstbrot essen wollte.
Die Stimmung war zum Tourstart entsprechend eher suboptimal. Dank des strahlend blauen Himmels, der niederländischen Radinfrastruktur, und den toplogischen Vorzügen stieg diese aber schnell auf ein bemerkenswert hohes Level.





Das große Ziel des Tages war dabei sehr schnell erreicht:

Der Hafen von IJmuidrn. Die nächste lange Fahrt über Nacht stand an!

Wozu bietet sich so eine Fährtfahrt an?

Ein letzter Blick zurück,

und es ging weiter. Diese Nacht war wiederum auch etwas erholsamer als die vorhergehende, nach 11 Stunden Schlaf weckte uns dann erst die Durchsage, dass das Frühstück verfügbar sei. Gegen 9 Uhr Ortszeit legten wir in Newcastle an.

Der wichtigste Claim to Fame der Stadt scheint hier 2000 Jahre alt zu sein, auf unserem Weg durch die Stadt gab es unerwartet viele Referenzen auf den historischen Maurermeister.

Außerdem gab es zwei weitere große Sehenswürdigkeiten für Infrastruktur-Nerds. Die drehende Swing Bridge

sowie die kippende Gateshead Millenium Bridge:

Während unserer Anwesenheit wurden leider beide nicht geöffnet, dabei hat die Millenium Bridge als vermutlich einzige Klappbrücke der Welt feste Kippzeiten einfach nur aus dem Grund, zeigen zu können dass sie kippen kann. Die Fahrt nach Newcastle selbst war wieder einmal nicht sonderlich lang:

Unser nächster Zug hier sollte erst gegen 15 Uhr fahren, entsprechend war noch genug Zeit für etwas britisches Kulturgut.

Eine weitere Zugfahrt später waren wir am finalen Ziel unseres Zig-Fähre-Zug-Trips angekommen!


Dank etwas Verspätung war es mittlerweile auch schon Viertel vor neun abends. Für unsere Ansichten eigentlich ein wenig zu spät zum Zeltplatz suchen, aber wir hatten im Vorfeld bereits ein paar mögliche Plätze recherchiert. Und so, nach 15 km Fahrt

war endlich Loch Ness in Sicht!

Und ein passender Zeltplatz war ebenfalls schnell gefunden.

Die Aussicht wurde noch kurz mit einem schnellen Abendessen kombiniert,

was dann gegen 23 Uhr aber dank der nicht wenigen Mücken (wichtiges Kulturgut in Schottland) auch endete.
Am Freitag wird dann endlich die richtige Tour starten!